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Das Wasser fließt!

  • eramatare
  • 21. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Ein Meilenstein für unsere ERAMATARE SCHOOL

Es gibt Momente, die bleiben in Erinnerung. Als zum ersten Mal Wasser durch die neue Leitung zur ERAMATARE SCHOOL in Engaruka fließt, stehen mir Tränen in den Augen. Nach dreieinhalb Jahren der Bemühungen, einem herben Rückschlag und großer Ausdauer wird unser Traum wahr: unsere Schule wird seit 13. September 2025 mit sauberem Leitungswasser versorgt.

 

Der Weg dorthin ist lang. Ein Brunnenbau im Jahr 2022 bleibt ohne den gewünschten Erfolg – weder Menge noch Qualität des Wassers sind ausreichend. Die naheliegende Alternative, der Bau einer Wasserleitung, ist technisch anspruchsvoll und kostspielig. Doch genau im Moment der Enttäuschung öffnet sich eine neue Tür: Ein stiller Beobachter von ERAMATARE vermittelt den Kontakt zu Ingenieur:innen ohne Grenzen (IOG). Damit beginnt ein wunderbares Gemeinschaftsprojekt.


 

Nach zwei Jahren intensiver Vorbereitung startet die Bauphase in Engaruka. Geplant ist eine fast acht Kilometer lange Wasserleitung von einem bestehenden Reservoir bis zur ERAMATARE SCHOOL. Bislang ist diese auf teure und unzuverlässige Wassertank-Lastwagen angewiesen. Die neue Leitung schafft nun eine dauerhafte und sichere Wasserversorgung – eine zentrale Voraussetzung für Bildung, Gesundheit, weiteres Schulwachstum und die Anlage eines Gemüsegartens.

 

Vor Ort beginnen die Arbeiten der IOG mit Organisatorischem, Materialbeschaffung und dem Kennenlernen lokaler Partner. Es folgen Wochen intensiver Arbeit, bei der die Maasaimänner kräftig anpacken: Trassenaushub, Fluss- und Straßenquerungen, Betonarbeiten, das Verlegen und Verschweißen der Leitungen sowie der Bau des Wasserverteilungsgebäudes an der Schule.



Trotz Hitze, Staub und körperlicher Anstrengung ist die Stimmung durchgehend positiv. Teamgeist, Motivation und gegenseitiger Respekt prägen den Alltag. Jeden Tag wird sichtbarer, was möglich ist, wenn Menschen gemeinsam anpacken.

 

Mich beeindruckt, wie mutig und tatkräftig die sehr jungen Freiwilligen alle Heraus-forderungen meistern! Und glaub mir, es sind echte Herausforderungen, die Geduld, Beharrlichkeit, Vertrauen, Kreativität und echte Meisterschaft verlangen. Liebe IOGs, ihr dürft stolz auf euch sein!

 


 

Besonders wertvoll ist die enge Zusammenarbeit mit der lokalen Gemeinschaft. Projektpartner Kaira, Gründer der ERAMATARE SCHOOL, übernimmt eine zentrale Rolle bei der Organisation vor Ort. Unterstützt wird das IOG-Team von engagierten Helferinnen und Helfern, Köchinnen, Fahrern und Fachkräften, die das Projekt nicht nur praktisch, sondern auch menschlich bereichern. Kulturelle Begegnungen – etwa mit den Maasai-Kriegern, den Morani – machen diese Zeit besonders eindrucksvoll.



Nach sieben intensiven Wochen ist es so weit: Die Wasserleitung erreicht die Schule. Wassertanks werden installiert, Gebäude angeschlossen, Waschhäuser, Duschen und Toiletten fertiggestellt. Dann kommt der große Moment: Das Wasser fließt – über Kilometer hinweg – auf das Schulgelände. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern, Projektpartnern und Mitarbeitenden wird dieser Meilenstein gefeiert.


 

Mit der offiziellen Übergabe an Kaira ist das Projekt erfolgreich abgeschlossen. Als Symbol für Leben, Wachstum und Zukunft wird gemeinsam ein Baum gepflanzt. Er steht für das, was dieses Projekt ausmacht: nachhaltige Entwicklung durch Zusammenarbeit, Vertrauen und Ausdauer.


Erst zu Hause treffen alle Teammitglieder der IOG zusammen, um sich auszutauschen und gemeinsam den Erfolg zu feiern.


 

Ein herzliches Dankeschön an alle, die Teil dieses Projekts waren und dazu beigetragen haben, dass Wasser fließt – und Leben wächst.



 
 
 

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