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Drei Freiwillige bei Eramatare

Unser Motto: Teach the teacher

Im August 2023 sind Emanuel (zum 2. Mal), Alina und Lisa drei Wochen als Freiwillige vor Ort bei Eramatare, im Maasailand Engaruka.


Emanuel schreibt:

„Ein Jahr ist vergangen und ich habe schon sehnsüchtig auf meinen zweiten Besuch in Engaruka gewartet. Angekommen und irgendwie daheim gefühlt, werde ich von den Lehrern und Kindern herzlich empfangen. Als ich eine Frage stelle und mir einige Kinder in vollen englischen Sätzen antworten, bekomme ich meinen Mund kaum mehr zu. Es ist so herzerfüllend die Fortschritte der Kinder, als auch der beiden Lehrer zu sehen. Auch die beiden neuen Lehrerinnen praktizieren ihre Tätigkeit außerordentlich vorbildlich. Immer stehen die Kinder im Mittelpunkt.

Wir Freiwilligen erklären den Lehrer:innen verschiedene neue Unterrichtsmaterialien. Wir treffen uns bei einer wöchentlichen Lehrpersonen-Konferenz, damit jede:r von jede:m über diverse Belange Bescheid weiß und sich die Lehrpersonen untereinander besser unterstützen können.

Wahnsinn, wie große Fortschritte die Schule macht!“





Fotos: Vollgepackt gehts los. Alina und Lisa bei der Fahrt zu unserer Schule Eramatare

Täglich gibt es eine Vorlesestunde. Vokabeln werden durch Bilder gelernt. Es herrscht aufgeregtes, aufmerksames und stilles Zuhören. Ohne Story, gehen die Kinder nicht mehr nach Hause.

Verschiedene Unterrichtsmethoden werden probiert und angewandt.

Mittels Würfel wird der Matheunterricht gestaltet. Kleingruppen werden gebildet. Teamteaching wird gelebt.

Beim Stationsbetrieb zum Thema Feinmotorik sind die Kinder voll bei der Sache. Auch die (einheimischen) Lehrer sind mit Begeisterung dabei und fangen selber an, ihre Stationen auf das Können der Kinder und die zugänglichen Ressourcen auszubauen.

Die Kinder freuen sich darüber, nicht immer nur sitzen zu müssen, wie es in öffentlichen Schulen üblich ist.

Die Kleinen sind eifrige Lernerinnen und Lerner und zeigen stolz ihr Wissen

Das selbstgemachte Material wird verwendet und mit Erfolg werden den Kindern die Stellenwerte (Zehner plus Einer) erklärt.

Zu Beginn etwas holprig doch durch anschauliches Material und das Verwenden des Bodens als Tafel können die "tens and ones" den Kindern nähergebracht werden. Die nächsten Tage wird das Gelernte gefestigt. 😊

Zum ersten Mal in ihrem Leben malen die Kinder mit Wasserfarben und Ölkreiden. Es ist wundervoll, mitzuerleben, wie sehr sie das Malen genießen und wie kreativ sie werden.


Lisa schreibt:

"Von Eramatare habe ich über Alina gehört und ich war gleich begeistert. Eramatare gibt Kindern eine Chance, sich auch außerhalb ihres "normalen" Lebens weiterbilden und -entwickeln zu können. Die sprachliche Barriere stellt hier eine große Herausforderung dar, sie haben ja Maa(sai) als Muttersprache, unterrichtet wird aber auf Englisch, zusätzlich müssen die Kinder die gemeinsame Landessprache Swahili lernen. Ich bin beeindruckt, mit wieviel Begeisterung die Lehrer:innen dieser herausfordernden Situation begegnen.


Für mich ist es ein schönes Gefühl, Menschen zu helfen, die weniger Möglichkeiten haben als ich. Durch das Teilen von Wissen, Können und Zeit trage ich zu deren Selbstermächtigung bei.


Bereits bei der Ankunft ist spürbar, wie froh die Kinder sind, dass jemand für sie da ist. Ich bin fasziniert von der Lebensfreude, die die Kinder jeden Tag ausstrahlen und wie deren Energie auf mich überspringt. Die Faszination der Kinder für Neues erfüllt mich jeden Tag. Dies überstrahlt die Anstrengung darüber, dass es zumeist sehr hektisch und lebhaft zugeht.


Obwohl ich erst seit kurzem hier bin, sehe ich deutlich, wie viel die Kinder jeden Tag lernen. Egal ob Lieder, Tänze oder auch einfache Vokabeln, alles wird von den Kindern aufgenommen. Von dieser Lernlust, die sie an den Tag legen, können sich viele Menschen etwas abschneiden. Ganz nach unserem Motto "Teach the teacher", möchte ich dem Lehrpersonal Alternativen zum Frontalunterricht schmackhaft machen und ihnen Möglichkeiten zeigen, wie Kinder spielerisch lernen. Gleichzeitig erhalte ich Ideen von den Lehrer:innen, welche mich ebenfalls inspirieren.


Gerade diese Zusammenarbeit zwischen den Lehrpersonen, uns Freiwilligen und den Kindern macht das Projekt wirklich wertvoll.


Ich bin froh diese Erfahrung machen zu dürfen. Danke, dass ich ein Teil des Teams sein darf.


Hakuna Matata,


Lisa ☀️"


...kaum waren unsere Freiwilligen weg, kam auch schon eine positive Rückmeldung seitens unserer angestellten LehrerInnen: "Hello Sigrid, it was so helpful that we had Emanuel, Alina and Lisa with us here. They habe been helpful in so many ways (helping students visualise the contents we teach, using the printer and other materials, proper arrangement of materials and other opinons that have been so useful to us). We really appreciate!"


Das alles motiviert uns! Vielen Dank euch!

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